Kampf


Kampf

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Kampf [kampf̮], der -[e]s, Kämpfe ['kɛmpf̮ə]:
a) größere militärische Auseinandersetzung feindlicher Truppen:
es tobte ein blutiger Kampf um den Waffenstützpunkt.
Syn.: Angriff, Attacke, bewaffnete Auseinandersetzung, bewaffneter Konflikt, Feindseligkeiten <Plural>, Feldzug, Gefecht, Krieg, Offensive, Schlacht.
Zus.: Abwehrkampf, Befreiungskampf, Entscheidungskampf, Freiheitskampf.
b) handgreifliche Auseinandersetzung:
ein ungleicher Kampf entstand zwischen beiden; ein Kampf auf Leben und Tod.
c) Ringen um etwas, heftiges Streben nach etwas:
ein Kampf für die Freiheit; der Kampf um die Macht.
Zus.: Machtkampf.
d) angestrengtes Bemühen, um etwas zu erreichen oder etwas zu verhindern:
der Kampf gegen den Hunger in der Welt, für den Weltfrieden; sie hat den Kampf gegen ihre schwere Krankheit verloren.
e) sportlicher Wettkampf:
der Kampf um die Meisterschaft ist voll entbrannt.
Zus.: Boxkampf, Qualifikationskampf, Ringkampf.

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Kạmpf 〈m. 1u
1. Streit, Ringen um etwas
2. Wettkampf zu zweit, Mann gegen Mann (Box\Kampf, Ring\Kampf)
3. Schlacht (Straßen\Kampf)
● jmdm. od. einer Sache den \Kampf ansagen sehr entschieden damit beginnen, gegen jmdn. od. etwas vorzugehen, öffentlich deutlich machen, dass man jmdm. od einer Sache entschieden entgegenwirken wird; den \Kampf aufnehmen, aufgeben; der \Kampf tobte; blutiger, erbitterter, harter, heißer, wilder \Kampf; \Kampf auf Leben und Tod; \Kampf bis aufs Messer; \Kampf mit dem Tode; der \Kampf um die Macht; der \Kampf um Troja [<ahd. champf <lat. campus „Feld, Schlachtfeld“]

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Kạmpf , der; -[e]s, Kämpfe [mhd. kampf = Zweikampf, Kampfspiel; Kampf, ahd. champf, wohl zu lat. campus = Feld; Schlachtfeld]:
1. größere militärische Auseinandersetzung feindlicher Truppen:
schwere Kämpfe tobten an der Front;
um den Brückenkopf entbrannte ein blutiger K.;
er ist im K. gefallen.
2.
a) handgreiflich, auch mit Waffen geführte, heftige Auseinandersetzung zwischen zwei od. mehreren [persönlichen] Gegnern:
ein K. Mann gegen Mann;
ein K. auf Leben und Tod;
er hat sich dem K. gestellt;
aus diesem K. ging keiner als Sieger hervor;
er hat ihn zum K. herausgefordert;
Ü der K. gegen die Naturgewalten;
ihr K. gegen den, mit dem Schlaf (ihre Bemühungen, Versuche, wach zu bleiben);
b) heftig ausgetragene Kontroverse zwischen Gegnern hinsichtlich ihrer Auffassungen, Interessen, Ziele:
ein ideologischer K.;
der K. (Streit) zwischen den beiden Gelehrten ist noch nicht ausgefochten;
c) (Sport) sportlicher Wettkampf:
der K. einer Mannschaft gegen den Abstieg, um Punkte;
einen K. bestreiten, abbrechen, fortsetzen;
die beiden Mannschaften lieferten sich einen spannenden K.
3. fortgesetzte angestrengte Bemühung zur Erreichung od. Verhinderung von etw.:
der K. für eine bessere Zukunft, gegen den Hunger, um höhere Löhne;
den K. gegen die Kriminalität aufnehmen, weiterführen, nicht aufgeben;
jmdm., einer Sache den K. ansagen (deutlich machen, dass gegen jmdn., etw. Maßnahmen ergriffen werden: der Inflation den K. ansagen);
einen guten K. kämpfen (sich für eine gute Sache mit seiner ganzen Person einsetzen; nach 1. Timotheus 6, 12 u. 2. Timotheus 4, 7).
4. innerer Zwiespalt, inneres Ringen um etw.:
einen K. mit sich [selbst] ausfechten.

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Kạmpf,
 
Arthur, Maler und Grafiker, * Aachen 28. 9. 1864, ✝ Castrop-Rauxel 8. 2. 1950; ausgebildet an der Düsseldorfer Akademie. 1915-25 war er Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Kampf malte Historienbilder von nahezu fotografischer Genauigkeit (»Aufbahrung der Leiche Wilhelms I. im Dom zu Berlin«, 1888; München, Neue Pinakothek).

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Kạmpf, der; -[e]s, Kạ̈mpfe [mhd. kampf = Zweikampf, Kampfspiel; Kampf, ahd. champf, wohl zu lat. campus = Feld; Schlachtfeld]: 1. größere militärische Auseinandersetzung feindlicher Truppen: schwere Kämpfe tobten an der Front; um den Brückenkopf entbrannte ein blutiger K.; an allen Frontabschnitten ruhten die Kämpfe; er ist im K. gefallen; so waren auch die Männer ... in den pausenlosen Kämpfen um Stalingrad verbraucht (Plievier, Stalingrad 14). 2. a) handgreiflich, auch mit Waffen geführte, heftige Auseinandersetzung zwischen zwei od. mehreren [persönlichen] Gegnern: es war ein ungleicher K.; ein K. Mann gegen Mann; ein K. auf Leben und Tod; ein Amerikaner ... wollte durchaus den K. eines Leoparden mit einem Schwarzen aufnehmen (Grzimek, Serengeti 141); die Demonstranten gaben den K. schließlich auf; er hat sich dem K. gestellt; aus diesem K. ging keiner als Sieger hervor; Es erschien unglaubhaft, dass ein einziger Mensch den baumstarken Francesco in offenem K. zur Strecke gebracht habe (Mostar, Unschuldig 77); er hat ihn zum K. herausgefordert; Ü der K. gegen die Naturgewalten; ihr K. gegen den, mit dem Schlaf (ihre Bemühungen, Versuche, wach zu bleiben); Er hatte seine letzten Kraftreserven im K. gegen den Schmerz erschöpft (Ott, Haie 181); b) heftig ausgetragene Kontroverse zwischen Gegnern hinsichtlich ihrer Auffassungen, Interessen, Ziele: ein ideologischer K.; der K. zwischen den Geschlechtern; der K. (Streit) zwischen den beiden Gelehrten ist noch nicht ausgefochten; In dem gleichen Maße, in welchem das Proletariat mit diesem Missionsbewusstsein in den politischen K. eintrat (Fraenkel, Staat 139); c) (Sport) sportlicher Wettkampf: einen K. bestreiten, abbrechen, fortsetzen; der K. einer Mannschaft gegen den Abstieg, um Punkte; die beiden Boxer, Mannschaften lieferten sich einen spannenden K.; Jeder vernünftige Trainer hätte ihn aus dem K. genommen (Plenzdorf, Leiden 76). 3. fortgesetzte angestrengte Bemühung zur Erreichung od. Verhinderung von etw.: der K. für eine bessere Zukunft, gegen den Hunger, um höhere Löhne; der K. ums Dasein (LÜ von engl. struggle for life, aus dem Titel von Charles Darwins Schrift „On the origin of species ...“ 1859 ff.); den K. gegen die Kriminalität aufnehmen, weiterführen, nicht aufgeben; *jmdm., einer Sache den K. ansagen (deutlich machen, dass gegen jmdn., etw. Maßnahmen ergriffen werden): der Inflation den K. ansagen; mehrere Parteien, die sich nun mit schweigender Gehässigkeit den K. ansagten (Jaeger, Freudenhaus 236); einen guten K. kämpfen (sich für eine gute Sache mit seiner ganzen Person einsetzen; nach 1. Timotheus 6, 12: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, u. 2. Timotheus 4, 7: Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ... ich habe Glauben gehalten). 4. innerer Zwiespalt, inneres Ringen um etw.: einen K. mit sich [selbst] ausfechten.

Universal-Lexikon. 2012.

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